Wasserschlacht auf der Nordschleife

Mein zweiter Trackday beim DSK e.V. fand auf der schönsten Rennstrecke der Welt statt: Der Nürburgring Nordschleife. Wir kennen auch das Wetter in der Eifel. Und es wurde nass.

Anders, als beim letzten Trackday, bin ich nicht am Vortag angereist. Um vier Uhr klingelte der Wecker. Dass das nicht meine Zeit ist um aufzustehen, habe ich definitiv schon mal erwähnt.

Nichtsdestotrotz ging es hier um einen Trackday auf DER Rennstrecke. Arsch zukneifen, aufsatteln und los!

Um kurz vor 7 kam ich an der Zufahrt Nordschleife an. Der Himmel glühte förmlich im wundervollen Morgenrot, die frische 8°C kühle Luft drang tief in meine Lungen ein. Was für ein schöner Morgen!

Transmitter wurde abgeholt und im Fahrzeug befestigt. Dieser wird nicht für Zeitenmessung benötigt, sondern um die Lautstärke dem Fahrzeug zuordnen zu können.

Kein Regen in Sicht

Zum Start des ersten Stints waren kaum Wolken am Himmel. Ich entschied mich also die Semislicks drauf zu lassen. Die ersten 40 Minuten waren wunderbar! Die Strecke war komplett trocken. Durch die tiefen Temperaturen hat es aber selbst bei den Toyo R888 etwas Zeit gebraucht um sie auf Temperatur zu bekommen. Nach einer halben Runde fühlte sich der #projectG40 sehr gut an und ich begann der Sau etwas mehr Feuer zu geben.

Mein Persönliches Tagesziel habe ich mir mit einer realistischen unter-9-Minuten BTG-Zeit abgesteckt. Am Ende des ersten Stints präsentierte mir Harry’s Laptimer eine 9:01. Ich war überrascht, da in der schnellsten Runde eine Gelbphase im Bereich Brünnchen die Zeit etwas gehemmt hat. Voller Vorfreude auf meine sub9-Zeit stürzte ich mich in den Zweiten Stint, wieder auf Semislicks.


„Bei nasser Fahrbahn bedingt fahrbar“

Genau so stand es ganz groß auf der Internetseite von Toyo. Mit Leicht feuchtem Boden konnte ich noch auf diesem Reifen arbeiten, doch es wurde zunehmend nasser. Also fuhr ich den Stint gemütlich zu Ende und testete mich langsam an den Grenzbereich heran. Denn der wird äußerst klein mit einem solchen leichten Auto auf nasser Fahrbahn.

Nach den Stint kamen die Straßenreifen drauf. Mit der Hoffnung, dass diese mehr Grip im Nassen bereitstellen. Leider wurde es so regnerisch, das mit denen auch nicht wirklich etwas ging. DAS war genau der Moment, in dem ich mir einen schönen Satz Regenreifen gewünscht habe. Mit denen hätte ich bei diesem Wetter wohl keine Probleme bekommen.

Zum Ende hin lockerte die Wolkendecke sich etwas auf und sektorweise trocknete die Strecke ab. Schade, dass mir die Zeit fehlte noch einmal die Semislicks aufzuziehen. Somit musste ich auf Straßenreifen, Yokohama A539 auf 14 Zoll OZ Felgen, den Trockenstint fahren.

Nach einer Runde Warmfahren und einer sehr harten darauffolgenden Runde, kam ich mit eine 9:02 ins Ziel. Die Zeitunterschiede bei verschiedenen Reifensorten sind immens. Im ersten Stint konnte ich eine relativ gemütliche 9:01 auf Semislicks fahren. Vielleicht haben wir nächstes Jahr mehr Glück mit dem Wetter.

Auch im Regen macht es Spaß

Selbst, wenn man im Regen nicht so schnell fahren kann, die Konzentrationskraft quadriert sich förmlich hier auf der Nordschleife. Es ist wesentlich anspruchsvoller auf nasser Bahn zu fahren und macht definitiv nicht weniger Spaß als im Trockenen!

Zum Schluss habe ich hier noch eine Runde im Regen auf Video für euch:

 

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