Ein großartiger Montag am Bilster Berg

Normalerweise zählen die Montage immer zu den gehassten Tagen, weil immer irgend etwas schief geht oder nicht so läuft, wie man es sich vorstellt. Ganz anders verhielt es sich glücklicherweise bei meinem zweiten Besuch auf dem Bilster Berg.

Da der Carbage Run für dieses Jahr vorbei ist, war der Survival-Audi auf der Suche nach einem neuen Job. Da bot er sich doch als Zugfahrzeug mit Schlafmöglichkeit an!

Also fuhr ich am Sonntag Abend bereits los um nicht so verpennt am Bilster Berg anzukommen.

Was nur so halb funktionierte. Auf Campingplätzen lies es sich irgendwie besser schlafen als auf Autohöfen.
Naja, nichts desto trotz ging es in aller Frische weiter zum Bilster Berg.

Das Wetter war sich noch nicht so sicher, ob es regnet sollte oder nicht. Die Wolken am Himmel deuteten auf ein paar nasse Stints hin.

Anders als beim letzten Mal, war statt einer Oldtimer-Gruppe eine Motorrad-Gruppe mit am Start.

Das Starterfeld war so kunterbunt, wie man es sich nur vorstellen kann. Unter anderen viele Porsche, BMW, Renault RS Modelle und auch 2 Polo 86c. Auf diese beiden Teilnehmer komme ich später noch zurück.

Trackday-Time!

Der erste Stint lief ganz gut. Langsames herantasten bei relativ viel Verkehr war nicht so einfach wie gedacht. Auch die Bremskühlschläuche durften auf dieser Rennstrecke zeigen, wie gut sie funktionieren. Beim letzten Mal konnte ich leider zusammengefasst nur knappe 60 Minuten Fahrzeit genießen, bis die neuen Bremsbeläge absolut abgefackelt waren und die Belagträger in die Bremsscheiben einschlugen.

Mit einer Bestzeit im ersten Stint von 2:14.47 war ich schon sehr zufrieden. Die Bremse funktionierte sehr gut, trotz des leichten Schlags in den Bremsscheiben konnten die Bremspunkte immer später verlagert werden.

Überrascht war ich, als dieser 190er an mir im Fahrerlager vorbeifuhr. Das ist wirklich einer der sehr wenigen Mercedes-Benz, die ich selber fahren würde. Sehr schönes Auto!

Sieht man auch nicht jeden Tag; Ein Alfa Romeo 4C! Mit Mittelmotor, 240 PS und 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe ist dieser Wagan alles andere, als langsam.

Einen hübschen Hintern hat der Alfa auch.

Im nächsten Stint konnte ich meine Bestzeit auf eine 2:12.52 verbessern.

Das war immerhin schon 2,5 Sekunden schneller als beim vorherigem Besuch des Bilster Bergs.

Aber vom reinen Gefühl her, ging da noch was. In ein paar Kurven wäre der ideale Bremspunkt ein Stück später und die Ideallinie war mir noch nicht überall offenbart.

86c!

Nach einer weiteren Runde im Fahrerlager wurde ich auf diesen mit Kampfnarben übersäten Polo aufmerksam!

Das perfekte Beispiel für ein Low-Budget Tracktool! Ausgerüstet mit einem gemachten 1,3l Saugmotor (Es waren laut Bernd rund 100PS), vernünftigem Fahrwerk und leergeräumten Innenraum.

Das Teil ist geil!

Auch sehr schön gemacht war dieser G40. Er steht auf einem H&R Clubsport Fahrwerk, welches wirklich ausgezeichnet funktioniert! Leistungsbereich lag bei ca. 160 PS. Also eine kleine Schippe mehr Dampf als der #projectG40.

Es waren ein paar wunderschöne Runden mit dir!

Im letzten Stint war es mir möglich bei freier Fahrt meine bisherige Bestzeit um noch ein mal 2 Sekunden zu verbessern.

Es stand somit zuletzt eine 2:10.55 auf der Uhr!
Diese Runde hat sich so verdammt gut angefühlt.
Im Vergleich: Ein Bekannter fuhr mit seinem 330i E46 eine 2:07.xx. Das sind grade mal 3 Sekunden Unterschied zwischen den beiden, doch sehr verschiedenen Fahrzeugen.

Nach dem Trackday ist vor dem Trackday

Der nächste Termin steht (17.10.2018) und führt mich nach Belgien zu einer der schönsten Rennstrecken Europas.
Circuit de Spa-Francorchamps!

Seit Monaten freue ich mich schon auf diesen Tag. #projectG40 benötigt noch ein paar Umbaumaßnahmen um nicht bei der langen Graden in die Motorenhimmel zu fahren und dann kann es ab gehen!

Wer Zeit und Lust hat, kann gerne vorbeischauen! Ich freue mich immer über Benzingespräche und Fachsimpelei!

2 Gedanken zu “Ein großartiger Montag am Bilster Berg”

  1. Vielen Dank für den klasse Kommentar zu meinem Polo. Aber bei der Leistung lagst du falsch. Es sind knapp über 100 PS. Meine Bestzeit war übrigens 2:13,3 min. Da merkt man halt den Leistungsunterschied

    • Gerne doch! Wie könnte ich diesen Wagen auch NICHT erwähnen… Ja, da merkt man wirklich den Leistungsunterschied. Aber ich kann schon mal andeuten, dass ich für die nächste Saison eine gute Schippe drauf lege 😉

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