Carbage Run 2018 – Etappe 2

In der zweiten Etappe sollte es eigentlich Richtung Italien gehen. Leider wurde dies durch verschiedene Gründe nicht möglich und die Veranstalter organisierten eine Ranch, auf der wir uns niederlassen durften.

Guten Morgen Frankreich!

Ausgeschlafen und entspannt war die erste Tagesaufgabe, die wir bewältigten das Abhaken des nächsten Landes auf dem Audi.

Die Sonne strahlte, es waren keine Wolken am Himmel, besser hätte der zweite Tag nicht beginnen können.

So machten wir uns schnell fertig, packten alle Sachen ein und machten uns auf den Weg zur nächsten Tankstelle.

Nachdem alle Tanks gefüllt und der Reifendruck geprüft wurde, ging es auf die Piste.

Ausnahmsweise waren wir uns einig und haben ein Stück französische Autobahn mitgenommen.

Mit gemütlichen 90-110 km/h ging es weiter. Schneller zu fahren war durch den wirklich hohen Windwiderstand der Autos keine Option. Mit den Aufbauten un den Dächern war der Kraftstoffverbrauch einfach zu hoch.

Noch gibt es sie nicht in Deutschland. Mautstationen an Autobahnen. Gang und Gebe in Frankreich und Spanien.

Immer weiter näherten wir uns dieser wundervollen, bergischen Landschaft.

Aber es kam wie es kommen musste. Es lief etwas schief.

Am Ende der Autobahn blieben wir an der Zahlstation stehen. Wir hatten glücklicherweise ein Bip&Go, womit man sozusagen direkt durchfahren kann und nicht vor der Schranke anhalten muss. Der Betrag wird dann später von der Kreditkarte abgebucht.
Ein Team unserer Kolonne musste wie alle Anderen an den Automaten, sie steckten die Kreditkarte ein, als bei einem Teammitglied plötzlich der braune Alarm leutete. Als die Karte gerade im Automaten steckte, erspähte besagtes Teammitglied eine Toilette, riss die Türe auf und rannte los, nur ein Ziel vor Augen: das Klohäuschen. Blöderweise führte sein Weg genau durch den Schrankenlaser

Alarm!

Das führte leider zu einer kleinen Zwangspause. Das Team stand vor der Schranke und durfte nicht weiterfahren, sie blieb verschlossen, die Kreditkarte wurde vom Automaten eingezogen und eine Einsatzkraft der Firma musste ausrücken.

Glück im Unglück, es ist nichts passiert. Nach ungefähr 30 bis 40 Minuten war die Kreditkarte wieder da und die Schranke öffnete sich. Währen der Zwangspause kümmerten sich die anderen Teams um ihre Autos und die täglichen Aufgaben. So wurde es doch mal Zeit beim Survival-Audi Motoröl nachzufüllen… Ich möchte hier ein mal kurz anmerken, dass wir ungefähr 6000-7000 km nicht den Ölstand kontrolliert haben und dafür ganze 0,25l nachfüllen mussten. Gutes Auto!

Kurz darauf die nächste Panne.


„Sagt mal, der Asphalt hört sich aber komisch an.“ – So, oder so ähnlich klang es durch das CB-Funkgerät, kurz bevor ich bemerkte, dass sich der Reifen vorne rechts bei Team Unki Performance Luft zu verlieren schnien.

So fuhren wir den nächsten Parkplatz an, um uns ein Bild von dem bevorstehenden Platten zu machen.
Dieser dicke Draht war wohl in seinem früheren Leben ein Zelt-Hering und wurde wohl auf dem Campingplatz in den Reifen getrieben.

Zum Glück hatte Unki das Reserverad dabei! In großartiger, gemeinsamer Arbeit wurde das Rad von den Männern gewechselt, während die Frauen in der Bäckerei an der Straße die leckersten Baguettes unseres Lebens besorgten.

Verkehrssicher und satt stiegen wir wieder in unsere Carbage Runner, um den Weg fortzuführen.

Die Straßen führten ins Bergische und es wurde spannend. Team Dynamo Tresen bekam Probleme mit der Kupplung. Bei Bergauffahrten produzierten die Abgaskrümmer des V6 Motors so viel Hitze, dass die Bremsflüssigkeit in der hydraulischen Kupplungsbetätigung anfing zu sieden. Die Flüssigkeit war wohl schon so alt wie das Auto selbst und somit voller Wasser.
Das Ergebnis war folgendes: Die Kupplung trennte nicht und Dynamo Tresen musste den Wagen abstellen und warten, bis die Flüssigkeit sich wieder abkühlte um weiterzufahren.
So ein Mist!

Jedenfalls mussten wir ab und zu auf Dynamo Tresen warten.

Aber wann hat man schon einmal Zeit, sich die Beine zu vertreten?

Weiter ging es auf dem Bergpass, durch Tunnel, die wirklich keinen Gegenverkehr erlauben.

So erstaunlich, wie dieser Tunnel, war auch der Ausblick der sich dahinter phänomenal präsentierte.

Diese Momente erinnerten mich wieder an den Carbage Run 2017, bei dem wir ebenfalls mit so großartigen Ausblicken beglückt wurden.

Wir hätten gerne noch etwas innegehalten, doch wir mussten weiter, um das Ziel noch bei Tageslicht zu erreichen.

Anscheinend durften die Teilnehmer der Tour de France ebenfalls diesen Bergpass absolvieren. Ich vermute einfach mal, dass wir es beim Carbage Run etwas gemütlicher hatten.

Dann passierte uns etwas richtig blödes. Wir fuhren vorne weg und mussten rechts abbiegen an einer Kreuzung, irgendwo auf einem der vielen Berge. Damit alle diese Manöver mitbekommen, gaben wir dieses durch den CB Funk durch. Nach ein paar Minuten Serpentinen-Abfahrt viel uns auf, dass wir nur noch zu dritt sind.
Benzinfieber, PT Performance und Dynamo Tresen. Anscheinend ging der Funkspruch nicht bis zu den Anderen durch. Wir entschlossen die beiden Teams warten zu lassen und rasten die Serpentinen hinauf bis zur Kreuzung und fuhren so schnell es ging in die Richtung, in die die anderen Teams gefahren sein konnten.

Nach weiteren 5 Minuten brachen wir diese Aktion ab. Wir haben uns also offiziell gegenseitig verloren…

Uns blieb nichts anders übrig als wieder zu den beiden wartenden Teams zurückzukehren und den geplanten Weg wieder aufzunehmen.
Wir hofften, dass die Anderen irgendwann wieder in Funkreichweite kommen.

So fuhren wir diese recht schöne Straße entlang bis sich uns an einer Spitzkehre eine wunderschöne Aussicht anbot.

Selbstverständlich nicht gesichert.

Dieser Bergpass war einfach ein Traum.

Nachdem wir uns wieder in Bewegung gesetzt hatten, kamen über Funk abgehackte Fetzen rein. Diese Stimmen kamen uns bekannt vor. Es waren die Verschollenen!

Sie fuhren wohl eine Schleife und schickten uns Fotos von dem Aussichtspunkt, an dem wir ebenfalls hielten. Verdammt, waren wir glücklich von denen zu hören…

Auf dem Parkplatz eines Supermarktes haben wir uns wieder zusammengefunden und beschlossen, in Anbetracht der Zeit, einen späteren Zwischenstop einzulegen. Wir hatten nämlich absolut keine Lust im dunkeln zu kochen.

Plötzlich kam ein Funkspruch ein, der sich als Running-Gag durch den restlichen Carbage Run zog…

„Leute, das sieht aus wie eine Abkürzung. Laut Google Maps ist das eine Straße, die uns 60 Minuten erspart.“

Soviel zum Thema Straße.
Für den Survival-Audi war das alles kein Problem, doch der Mercedes von Dynamo Tresen ging an seine Grenzen. Auch der Volvo von PT Performance kam grade so über diesen steinigen Pfad.
Es war ein großer Spaß!

Ohne größere Blessuren meisterte unsere Kolonne auch diese Hürde. Auf richtigen Straßen ging es fortan weiter.

Der beschlossene Zwischenstop zwecks Nahrungsaufnahme wurde auch so langsam nötiger.

Abendessen im Carbage Run Style

Also beschlossen wir uns auf einem schönen Plätzchen niederzulassen und gemeinsam ein Festmahl vorzubereiten.

Gaskochereskalation vom Feinsten! Carbage Run Style!

Nach dieser wirklich guten Stärkung ging es in das Finale des heutigen Tages.

Wir hatten uns vorgenommen im Hellen anzukommen. Das haben wir leider nicht geschafft. Dafür hatten wir ausgezeichnete Serpentinen, Pannen und Schockmomente, große Verlustängste, ein freudiges Wiederfinden, ein großartiges Abendessen und vor allem äußerst viel Spaß!

Der Nächste Tag versprach noch mehr. Es geht nach Andorra!

Vielen Dank auch hier noch einmal an unseren Sponsor Foliencenter NRW!

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