AMC Pacer - Benzinfieber.de

Wenn Amerikaner einen Kleinwagen bauen. Der AMC Pacer

Viele Klassiker habe ich in der Autoworld Brüssel betrachten können. Wie diesen AMC Pacer.

Einige von euch werden dieses Auto nicht kennen. Der AMC Pacer ist ein „Kleinwagen“ der „American Motor Company“, kurz AMC und wurde 1975 bis 1979 gebaut. Aber ein wirklich klein ist er nicht. Mit seiner Länge von 4,32 Metern ist er etwa so lang wie ein VW Golf. Dafür ist er mit 1,96 Metern immer noch breiter als die aktuelle S-Klasse (Baureihe 222, 1,91 Meter).

Eigentlich anderes Antriebskonzept geplant

Im Jahre 1970 kaufte General Motors die Lizenz für den Bau von Wankelmotoren. Ein Wankelmotor zeichnet sich dadurch aus, dass er seine Kraft nicht durch die Auf- und Abbewegung des Kolbens und dessen Umwandlung in eine Drehbewegung entfaltet, sondern er besitzt sogenannte Drehkolben.

Ein großer Vorteil dieses Motortyps ist seine sehr kompakte Bauweise, weshalb die eigentliche Planung die war, den AMC Pacer mit einem Wankelmotor und Frontantrieb auszustatten.

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Dann man die Öl-Kriese

Dank der im Jahre 1972 beschlossenen Emissionsgesetze und der Ölkriese musste der Wankelmotor weichen. Stattdessen wurde auf konventionelle Otto-Motoren und Heckantrieb zurückgegriffen.
Zur Auswahl standen 3 verschiedene Motoren.

  • 6-Zylinder Reihenmotor 3,8 Liter, 66-67 kW (90-91 PS) ’75-’78
  • 6-Zylinder Reihenmotor 4,2 Liter, 71-90 kW (97-122 PS) ’75-’79
  • 8-Zylinder V-Motor 5,0 Liter, 93-97 kW (126-132 PS) ’78-’79

Kombinierbar mit verschiedenen Schaltgetrieben und einem Automatikgetriebe.

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Design

Durch sein wirklich eigenwilliges Aussehen wurden dem Pacer verschiedene Spitznamen vergeben, wie zum Beispiel „großer Frosch“, „rollendes Aquarium“ oder „Football auf Rädern“. Es ist durchaus ein merkwürdiges Design, was AMC da kreiert haben.
Das bringt diesem Auto aber einen absoluten Kult-Status!

In meiner Zeit in der Werkstatt hatte ich schon die Gelegenheit einen Pacer zu fahren. Dieser war mit einem 122 PS 4,2 Liter Motor und Automatikgetriebe ausgestattet.
Sehr gewöhnungsbedürftig ist die Breite des Autos. Von außen kommt er einem vielleicht nicht so groß vor, doch wenn man erst mal in diesem „Aquarium“ sitzt, fällt die Breite erst richtig auf.

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